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Gestern wurde eine antifaschistische Demonstration in Freiburg, zu der u.a. die Fachschaft Soziologie hier aufgerufen hatte, von der Polizei blockiert und bewegte sich in vier Stunden keinen Meter.

Die Demonstrierenden versammelten sich am Schwabentor, um für den Erhalt autonomer Zentren in Freiburg zu kämpfen und den nationalistischen Tendenzen entgegenzuwirken, die es in Südbaden in der letzten Zeit gab (siehe unter anderem hier und hier).

Neben dem schwarzen Block, aus dessen Reihen durchaus Provokationen in Form von Feuerwerkskörpern und Beschimpfungen flogen, gab es auch viele Demonstrierende, die einfach mitgehen wollten. Die Provokateure waren eine absolute Minderheit und eine Gefahrensituation bestand niemals. Trotzdem kesselte die Polizei die Demo mit einem massiven Aufgebot ein. Die meist jungen PolizistInnen waren von Anfang an zu Gewalt bereit und brüllten viel. Mit einem plötzlichen Kommando griff die Polizei in die Demo ein, um „Störer“ zu entfernen. So kam es, dass sich jugendliche Mädchen weinend von einem Trupp Polizisten eingekreist sahen und bettelten, gehen zu dürfen. Das durften sie aber ebenso wenig, wie ein junger Mann, der vor Schmerzen schrie, weil seine Augen voller Pfefferspray waren. Ihm wurde nicht gestattet, die Demo zu verlassen -  Im Gegenteil: Er wurde massiv zurückgestoßen. Auch einige StadträtInnen waren auf der Demo. Unter anderem Gerhard Frey von den Grünen, der anschließend in der Badischen Zeitung sagte: „Dieser Einsatz der Polizei ist eine Provokation, wie Freiburg sie seit Jahren nicht erlebt hat. Dagegen werden wir politisch vorgehen.“

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Im Zuge dieser Polizeiaktion kam es auch, dass einige Freunde und ich von der Polizei umstellt wurden, obwohl wir etwas abseits standen und ganz offensichtlich keine Gefahr darstellten. Unter anderem waren drei Kameras direkt auf uns gerichtet. Ich bin nie Teil des schwarzen Blocks, da ich es für albern halte, sich auf einer Demo zu verkleiden. Außerdem bin ich auch ziemlich harmlos. Da ich mich aber von diesen Kameras vorm Gesicht massiv in meiner Freiheit eingeschränkt und bedroht fühlte, hielt ich mir meinen Schal vor das Gesicht. Direkt darauf wurde ich von vier Polizisten hart angegangen und festgenommen. Die Brutalität im Vorgehen wurde nicht eingestellt, auch als wir schon von der Demo weg waren und ich mehrmals auf meine Schmerzen hingewiesen hatte. Nachdem sie dann zweimal mit mir im Polizeigriff die Kajo auf und ab flaniert waren, brachten sie mich zu den mobilen Einsatzzentralen, wo ich insgesamt eineinhalb Stunden verbrachte und anschließend „nur“ einen Platzverweis erhielt, weil in meinem Führungszeugnis nichts steht.

Während ich neben vielen anderen durchsucht wurde, hörte ich neben den vielen Schreien von Leuten, die hart angegangen wurden, auch die folgende Aussage gegenüber einem französischen Demonstranten, der offensichtlich  nichts verstand: „Wer in Deutschland demonstriert, muss auch deutsch können.“ Dem möchte ich widersprechen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung hängt NICHT von der Herkunft ab. An sich sollte es von gar nichts abhängen. Laut dem neuen Versammlungsgesetz, das uns die „liberale“ FDP mit eingebrockt hat, ist das Vorgehen gegen mich und andere aber legal. An dieser Rechtsordnung wird deutlich, dass es kein Interesse an freier Meinungsäußerung, sondern vielmehr an Datensammlung von Leuten aus der linken Szene und anderen auffälligen gibt.

Dass in der schönen Stadt Freiburg diese (untragbare) Rechtsgrundlage so benutzt wird, beleidigt mich und viele andere DemokratInnen in ihrem Rechtsempfinden. Ich appelliere an die Grünen im Rat, sich klar gegen diese Maßnahmen zu positionieren. Da sie in der städtischen Exekutive sind, kann ich alle Außenstehenden nachvollziehen, die darin eine gewisse Schizophrenie sehen werden. Dem muss begegnet werden, indem sich die gesamte Fraktion und Partei gegen eine solch unangemessene Nutzung des Gewaltmonopols stellt. Man kann auch gewaltfrei regieren!

Die Freiburger Polizei war am gestrigen Tag alles andere als deeskalierend. Sie wurde auch von Außenstehenden als Aggressorin wahrgenommen.

Der Bildungsstreik geht in die nächste Runde.

Nachdem im Frühjahr hunderttausende auf die Straßen gingen, um für ein besseres und gerechteres Bildungssystem zu demonstrieren und zu streiken, hat sich leider nichts verändert. Es gibt immernoch Studiengebühren, an der Selektion wird festgehalten, Stipendien decken nur einen Bruchteil der Nöte ab, Bildung bleibt verökonomisiert.

In Freiburg gab es damals eine gelungene Großdemonstration, von der ich hier berichtete.

Dieses Mal soll alles noch größer, bunter und lauter werden. In Wien, Dresden, München, Tübingen uvm. werden bereits Hörsääle besetzt. Wir in Freiburg sind gerade in der Vorbereitungsphase für eine lebendige Woche. Ich habe das Glück, bei vielen Organisationen dabei zu sein, die sich in den Bildungsstreik einbringen: Die GRÜNE JUGEND, die Hans-Böckler-Stiftung, die Fachschaft Politik der Uni… Das bedeutet natürlich auch viel Arbeit. Zeit, die sich aber lohnt, denn es besteht dringender Handlungsbedarf:

„Ziel des Bildungsstreiks (aus dem Aufruf) ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungsystems anzuregen. Des Weiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk aufgezeigt und durchgesetzt werden. Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
  • und Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.“

Geht nächste Woche demonstrieren und wehrt euch gegen Kürzungen, unsoziale Selektion und Vermarktwirtschaftlichung der Bildung!!! Die Freiburger Großdemo findet am Dienstag den 17.11.09 um 10.00 Uhr statt und startet am Platz der alten Synagoge, hinter der Uni.

Das ist eine wahre Neuheit in Deutschland: Ein suizidaler Bundesminister. Bis vor wenigen Wochen wollte die FDP noch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit abschaffen. Jetzt wird es von ihr geleitet, genauer von Dirk Niebel, dem noch- Generalsekretär. Ob er sich dann wirklich selbst abschafft, steht in den Sternen. Guido Westerwelle dreht den Selbstmordversuch mal so:

„Man wolle das Entwicklungshilfeministerium natürlich nicht abschaffen, sagt Westerwelle heute auf der Pressekonferenz neben Merkel und CSU-Chef Seehofer. Wichtig sei nur, dass da keine Außenpolitik stattfindet, sagt der neue Außenminister. Der Saal lacht hämisch,selbst Merkel und Seehofer müssen lachen. Und Westerwelle? Der grinst.“[1]

Diese Situation ist skurril, bizarr, natürlich hoch amüsant, aber auch sehr gefährlich. In Zeiten der weltweiten Hungerkrise wird das deutsche Entwicklungsministerium mit einem Mann besetzt, der sich bisher noch nicht mit Außenpolitik beschäftigt hat. Das wird er auch jetzt nicht dürfen, denn Westerwelle duldet ja keine „Nebenaußenpolitik“.

Was können wir also von einer rein innerdeutschen Entwicklungszusammenarbeit erwarten?

Die Steigerung der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit und somit die Einhaltung von internationalen Abkommen ist unter Dirk Niebel mit Sicherheit nicht zu erwarten.[2] Inhaltlich setzt der Koalitionsvertrag kaum eigene Akzente, bis auf die Akzentuierung von Marktförderung.[3] Das ist an sich nicht zu tragisch. Die Entwicklung vieler Länder hakt am  schwachen heimischen Markt.

Das entscheidende Übel liegt an der FDP-Definition von Entwicklungszusammenarbeit, die eine verlängerte deutsche Interessensvertretung meint. Das bestätigt der Experte Rainer Falk mit Blick auf den Koalitionsvertrag: „Wer meint, dies höre sich doch gar nicht so schlecht an, verkennt, dass „Eigenverantwortung“ und „Selbsthilfe“ in der (neo-)liberalen Diktion die Codewörter für die angestrebte Entsolidarisierung der Gesellschaft sind. [4]

Wie ich hier im Blog schon einmal analysiert habe, ist die FDP- Entwicklungszusammenarbeit als Markterweiterung gemeint und blendet nicht nur Solidarität aus, sondern vergisst auch, dass Armutsbekämpfung ohne Bekämpfung des Klimawandels unsinnig ist. Erhöhung der Kerosinsteuer und weitere „marktfeindliche“ Innovationen lehnt die FDP aber ab.[5] Ebenso der Beitrag zu menschlicher Entwicklung durch Migration, auf die der Human Development Report 2009 hinweist: Geht es um Themen wie Asyl und Migration wechselt die FDP schnell von liberal zu restriktiv.

Dieses Thema könnte noch aus etlichen weiteren anderen Perspektiven beleuchtet werden. Ich belasse es vorerst hierbei und kündige an, das BMZ hier im Blog äußerst kritisch zu begleiten. Es ist unsere moralische Pflicht, darauf zu achten, dass aus einem suizidalen Minister keine fahrlässige Massentötung wird.

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[1] http://www.sueddeutsche.de/politik/818/492179/text/

[2] Oliver Schmidt, Was die deutsche EZ von Dirk Niebel erwarten kann. Frischer Wind oder Rückfall?, in: Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung, Luxemburg, 25.10.2009 (www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org).

[3] http://www.spiegel.de/media/0,4906,21958,00.pdf

[4] Rainer Falk, Entwicklungsministerium in (neo-)liberaler Hand, in Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung, Luxemburg, W&E 11/2009 (www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org)

[5] FDP-Beschluss: http://www.liberale.de/files/653/BuVo-Entwicklungspolitik.pdf

Wenn ihr aus Freiburg kommt, habt ihr euch bestimmt schon gefragt, was diese ganzen hellblauen Sticker mit der „14″ in der Stadt bedeuten. Jetzt wird das Geheimnis gelüftet.

Am Montag, den 25.Oktober ist es so weit: 14magazin kommt endlich raus! Das Studimagazin, dessen Redaktion ich angehöre, hat es nach achtmonatiger Vorbereitungsphase nun geschafft, gedruckt zu werden. 3000 Stück werden dieses Semester an Mensen,  Hochschulen, auf den Straßen und auf Parties für 1€ verkauft.

14, das ist die Quersumme aus 0761, der Vorwahl Freiburgs. Ebenso quersummenartig wollen wir über Freiburger Themen berichten. Wir haben die Uni als Ausgangspunkt, da wir alle Studis sind. Deshalb belassen wir es aber nicht bei hochschulpolitischen Themen. Städtische Persönlichkeiten des Alltags werden genauso eingefangen, wie überregionale Phänomene. Einmal im Semester wird die 14 nun erscheinen und Lebensgefühl vermitteln, ohne dabei ein billiges Lifestyle-heft zu werden.

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Die Titelgeschichte widmet sich der Frage „Warum mucken wir nicht auf?“ und untersucht die Bachelormentalität. Genausowenig fehlt die Unterhaltung im Heft. Eine Rockband, ein Regenwurm, eine Schauspielerin… Für jede und jeden ist etwas dabei: Großzügig angelegte Reportagen treffen kleine Blitzlichter und eindrückliche Interviews.

Auch optisch ist das Heft fantastisch geworden. Die Leute von der Freiburger Hochschule für Gestaltung haben hier ganze Arbeit geleistet. Besonders stolz sind wir, dass wir die enormen Kosten ohne „Investor“ geschafft haben und trotzdem so günstig geblieben sind. Werbung gibt es, aber sehr zurückhaltend und unaufdringlich.

Kauft euch das Heft am Montag an den Verkaufsstellen; ihr werdet nicht enttäuscht sein.

http://14magazin.blogspot.com/ 14: Freiburgs einziges MAGAZIN

Für mich und viele meiner FreundInnen ist es erst einmal sehr befremdlich: Die Saargrünen präferieren Jamaika, also schwarz-gelb-grün und verhindern somit rot-rot-grün. Um das zu verstehen besinne ich mich auf die jamaikanische Bildertradition.

120px-Coat_of_Arms_of_Jamaica.svgDas Wappen Jamaikas, das zur Linken zu begutachten ist, zeigt den Wahlspruch „Out of many one people“, also „ein Volk aus Vielen“.

Wenn man den Grünen wohlgesonnen ist, kann man sagen, dass sie sich diesem Spruch verpflichtet fühlen und deshalb in verschiedenen Bundesländern andere Koalitionen schließen müssen, um die vielen verschiedenen „Volksgruppen“ zu repräsentieren.

Grundsätzlich ist das auch gar nicht so falsch. Es tut den Grünen und auch dieser Demokratie gut, wenn sie sich auf verschiedene Bündnisse einlassen und in jeder Situation neu bewerten, wen sie als PartnerIn auswählen. So lässt sich sicher stellen, dass Inhalte gezielt gesetzt werden (Z.B. Schulreform in Hamburg). Außerdem lässt sich so mehr heraushandeln. Im Saarland wird es künftig zwei grüne Ministerien geben, bei gerade mal 5,7%. Diese zwei Grünen tun dem Saarland sicherlich gut.

Aber tut es dem Land auch gut, dass ansonsten schwarz-gelb regiert?

Wie im Wappen nur unschwer zu erkennen, wurde Jamaica von den Briten kolonialisiert und über 300 Jahre besetzt.

Wenn die Grünen die Linke links liegen lassen, zeigt das eine gewisse Eigenständigkeit. Schwieriger vorherzusagen ist, ob sich die Grünen in der Regierung von schwarz-gelb kolonialisieren und infolgedessen fremdbestimmen lassen werden. Wenn die nun zweite Regierung von Grünen gemeinsam mit der CDU dazu führt, dass sich die Grünen in ein programmatisch konservatives CDU-Milieu begeben, dann hilft auch die Quotierung auf dem Jamica-Logo nichts mehr. Dann ist Jamaica der Weg in die grün-bürgerliche Nichtigkeit einer ökologischen Stadt-CDU.

Interessant ist, dass Jürgen Trittin am heutigen Sonntagabend, direkt nach der Saarlandentscheidung, im ARD verkündet hat, Jamaica an der Saar hätte hauptsächlich personelle und kaum „inhaltliche Gründe“. Die Grünen bleiben demnach Teil des „linken Lagers“ und werden sich nicht in das „rechte Lager“ ziehen lassen. Wenn dem so ist und die Grünen selbsbewusst oben thronen; bissig wie das grüne Krokodil auf dem Jamaika-Wappen, dann habe ich für die Zukunft Hoffnung.

Das bedeutet dann z.B. :  Die CDU dazu führen, die Studiengebühren und Atomkraft abzuschaffen, mit ihr Mindestlöhne machen und in anderen Ländern die Linke zu einer Politik führen, die über die Sozialkonzepte der 70er-Jahre hinausgeht.

Das grüne Krokodil auf dem schwarz-gelben Thron, es wirkt erhaben und ist doch sehr leicht angreifbar. Denn wenn es den Speer von rechts in die Seite bekommt, wird die Linke es danach zu Grabe tragen. Deshalb wäre es mir lieber gewesen, die Ökoflagge im rot-roten Kampfeszug zu schwenken, als nun, die Zähne fletschend, zwischen sozialer Kälte und Rechtskonservativen eine Schulreform und Umweltschutz durchzuführen.

Jamaika, das symbolisiert für mich (kindlich-naiv) auch Rastafari, Reggae,  Dancehall und kiffen. Gerne würde ich mal mit Herrn Peter Müller einen durchziehen und ihm die Meinung sagen. Das muss ich jetzt wohl Hubert Ulrich überlassen. Glück auf.

„Wussten Sie, dass in Freiburg Menschen leben, die ihren Landkreis nicht verlassen dürfen?“

Die Aktion Bleiberecht, die ich diesen Oktober als NGO des Monats portraitiere,  hat letztes Wochenende in Freiburg ein Solidaritätscamp am Flüchtlingswohnheim Bissierstraße, in Freiburg, organisiert.

camp1 Unter dem Motto „Wer bleiben will soll bleiben! Keine Lager! Keine Abschiebungen!“ gab es drei Tage lang Programm mit Informationen, Musik, Volxküche, einem Fußballturnier und vielen politischen Diskussionen.

Das Camp erhielt am Sonntag Abend leider eine ganz besondere Funktion. Angesichts von vier Jahre schwarz-gelb empfinde ich es als Startpunkt für einen nun noch härteren Kampf von Flüchtlingen gegen Diskriminierung, Ausweisung und Menschenrechtsverletzungen!

Diese sind gesetzlich erlaubt und es kann nicht gerade vermutet werden, dass sich das Gesetz in den kommenden vier Jahren liberalisiert, auch wenn so genannte Liberale in der Regierung sind.

In Baden-Württemberg haben sie bereits einen Vorgeschmack geliefert, wie „Integrationspolitik“ ihrer Meinung nach aussehen soll: Hier gibt es mit die meisten Abschiebungen, wenig Aufnahmen, strenge Polizeirichtlinien etc.

VoküHoffnung machen Initiativen wie das Camp in Freiburg. Die „Aktion Bleiberecht“ hat ein tolles Wochenende organisiert, bei dem zu spüren war, dass sich viele Menschen nicht mit der aktuellen Lage zufrieden geben.

Im §56 Asylverfahrensgesetz ist zum Beispiel geregelt, dass Asylsuchende und Geduldete den Landkreis nicht verlassen dürfen, in dem sie untergebracht wurden. Um Verwandte zu besuchen müssen sie extra Anträge stellen. Die Residenzpflicht ist nur eines der vielen Stigmatisierungsinstrumente gegen Flüchtlinge.

Kämpft mit für das Recht auf Bewegungsfreiheit für alle! Das Camp in Freiburg war ein großer Erfolg. Es braucht allerdings auch in Zukunft viele Helferinnen und Helfer, die sich mit Flüchtlingen solidarisieren und darauf aufmerksam machen, dass gerade die Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung geflüchtet sind, unsere Aufmerksamkeit und Hilfe bräuchten und es nicht verdient haben, auch hier menschenunwürdig behandelt zu werden.

Zur Lage von Flüchtlingen an Europas Grenzen empfehle ich noch einen recht guten Artikel aus der Zeit.

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